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Presseschau

26.04.2000 - Konstanz (Baden-Württemberg):
Innerrhoden, Ausserrhoden und St. Gallen restaurieren oder ersetzen Grenzsteine
Eingetragen von Redaktion

Zwischen den Kantonen Appenzell Ausserrhoden, Innerrhoden und St. Gallen sind 60 Grenzsteine restauriert und 19 moderne Marksteine gesetzt worden.

Bis 2002 sollen nochmals ungefähr 25 neue Grenzsteine gesetzt werden. Dies beschlossen Mitte Februar dieses Jahres die Verantwortlichen der drei Kantone für das «Dossier Grenzstein». Sie konnten gleichzeitig Bilanz ziehen. Zum einen ist eine erste Serie moderner Grenzsteine gesetzt worden, und einige Dutzend historisch wertvolle Marksteine wurden restauriert. Zum anderen ist ein Kataster erstellt worden, in dem total 269 Kantonsgrenzsteine erfasst sind. Und was vor allem deren künftigen Unterhalt erleichtert: Seit zwei Wochen verfügen die drei Kantone über eine Computer-CD, auf welcher sämtliche Angaben über diese Grenzsteine inklusive Fotos gespeichert sind.

Die Grenzen abgeschritten

Im Grenzgebiet der drei Kantone einen Überblick verschafft hat man sich 1987 mit einer Bestandesaufnahme. 1995 stellte sich die Sektion Säntis des Schweizerischen Alpenclubs (SAC) für das Projekt zur Verfügung. Zum 125-jährigen Bestehen der Sektion machten sich die Mitglieder zu einer Grenzbegehung auf und verfassten ein Inventar aller vorgefundenen Kantonsgrenzsteine samt Bildmaterial und Zustandsformular. Die Kantone entschieden in der Folge, nicht nur die alten Grenzsteine zu restaurieren, sondern vorwiegend an viel begangenen, aber nicht gefährdeten Stellen neue zu setzen. Bezüglich deren Gestaltung war von November 1991 bis April 1992 ein öffentlicher Ideenwettbewerb «für die künstlerische Gestaltung von Kantonsgrenzzeichen» durchgeführt worden. In einem darauf folgenden Projektwettbewerb ging aus 44 eingegangenen Arbeiten das Objekt «Zweiklang» des Trübbacher Architekten Christian Wagner-Jecklin als Sieger hervor.

Zwei Steinkörper

Die neuen Grenzsteine bestehen aus zwei halbrunden Steinkörpern, zwischen denen ein schmaler Spalt offen ist. Dieser zeigt immer die Nord-Süd-Richtung an. Die Steine stehen leicht exzentrisch auf der Grenze. Auf einem Halbrund ist eine Messingmarke eingelassen. Darauf sind linienmässig der Grenzverlauf am Standort eingezeichnet sowie die Jahrzahl der Steinsetzung angegeben. Auf Metallbändern sind zudem die Namen der Kantone festgehalten. Nachdem 19 solcher Steine stehen, wird nun eine nächste Serie in Angriff genommen, verteilt auf die nächsten drei Jahre.


Quelle: St. Galler Tagblatt, 26.04.2000
Ortsinformationen

Konstanz

Ort: Konstanz
PLZ: 78462
Bundesland:Baden-Württemberg
Kreis: Konstanz


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