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18.11.2017
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Presseschau

17.09.1999 - Schleife (Sachsen):
Zeugen früherer Grabsteinkultur
Eingetragen von Redaktion

Neuer Blickfang an der Schleifer Kirche / Übergabe erfolgte am Mittwoch

Am späten Nachmittag des Mittwoch erfolgte die offizielle Übergabe von Grabsteinen und Grabplatten an die Öffentlichkeit. Dazu lud im Namen des Gemeindekirchenrates Pfarrerin Ulrike Menzel Vertreter aller beteiligten Institutionen, Gemeindemitglieder und Interessenten ein.

80-prozentige Förderung durch KamenzDer Posaunenchor Schleife, unter Leitung von Kantorin Nitschke, begrüßte mit musikalischen Klängen die Anwesenden. Unter dem Motto: „Es gab eine Zeit, wo man auch an den Gräbern eine Sprache führte, die allen Lebens trächtig war,“ begrüßte sie unter anderem den Referatsleiter des Amtes für Ländliche Neuordnung Kamenz und Heimatpfleger, Edgar Unger, dessen Behörde eine 80-prozentige Förderung des Grabmal-Projektes ermöglichte.

Dankesworte für eine hervorragende ArbeitDankesworte gingen an die Kirchenarchitektin Christine Hascha und den Steinmetz Uwe Konjen, welche eine hervorragende und aufopferungsvolle Arbeit vor und während der Neuaufstellung leisteten.

Die Stiftung für das Sorbische Volk stellte Gelder für den Grabstein von Jan Welan zur Verfügung. Die Schmiede Kaczmar stellte dankenswerter Weise das Gestänge für die Grabplatten her. Unterstützung kam von der Laubag des Tagebaues Reichwalde, Gemeinde, Bauamt und Denkmalschutz standen mit Rat und Tat zur Seite.

Harry Krause, Vorsitzender des KGR während der Vakanzzeit (Zeit, als Schleife ohne Pfarrer war) schilderte in kurzen Schritten den Werdegang bis zur Wiederaufstellung der Grabmale aus dem 17. und 19. Jahrhundert.

„Vorübergehend“ auf Friedhof gelagertDie direkt an der Kirche stehenden Grabsteine wurden im Zuge der Renovierung des Aussenputzes des Gotteshauses „vorübergehend“ entfernt und auf dem Schleifer Friedhof gelagert. Man suchte lange nach Möglichkeiten der Wiederaufstellung der vier Grabsteine und sechs Grabplatten.

Pfarrerin Menzel wies auf die einzelnen Persönlichkeiten der historischen Denkmale hin und machte auf Details an den Grabstätten selbst aufmerksam. Die älteste Grabplatte von Johannes Bolzius stammt aus dem Jahre 1674, die heute noch in der Kirche vorhandene Taufschale trägt den Namen des Sohnes Martin Bolzius. Mit einer anschließenden Einladung zu einem Imbiss in die Pfarrscheune bedankte sich Pfarrerin Menzel im Namen des Gemeindekirchenrates noch einmal bei allen Mitwirkenden, die diesen neuen Blickfang an der Kirche von Schleife ermöglichten, der nun der Öffentlichkeit präsentiert wird.
Petra Nakoinz

Quelle: LAUSITZER RUNDSCHAU, 17.09.1999
Ortsinformationen

Schleife

Ort: Schleife
PLZ: 02959
Bundesland:Sachsen
Kreis: Niederschlesischer Oberlausitzkreis


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