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18.01.2018
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Presseschau

05.11.1999 - Neubrandenburg (Mecklenburg-Vorpommern):
200 Zentner schweres Denkmal verschwunden
Eingetragen von Redaktion

Denkmalbehörde auf der Suche nach dem Moltke­Stein

Findlinge gehören zur Landschaft rings um Neubrandenburg, genauso wie die Buchenwälder und die Seen.
NZ stellt in einer Serie die riesigen steinernen Eiszeitzeugen vor. Diesmal: der Moltke-Gedenkstein.

Helmuth Carl Bernhard von Moltke wurde am 26. Oktober 1800 in Parchim geboren. Mit 22 Jahren begann seine militärische Laufbahn beim 8. Infanterieregiment in Frankfurt an der Oder. Ein Jahr später schickte man Moltke an die Allgemeine Kriegsschule. Seine Fähigkeiten als Feldherr hat er im deutsch-dänischen Krieg von 1866 unter Beweis gestellt. Den Höhepunkt seiner Laufbahn erlangte er im deutsch-französischen Krieg 1870/71. Moltke starb am 24. April 1891 in Berlin.

Anlässlich seines 100. Geburtstages wird ihm in Neubrandenburg eine Erinnerungseiche gepflanzt. Für die Errichtung eines Moltkedenkmals sammelten die patriotischen Vereine der Stadt in einen dafür eingerichteten Fonds. Weiterhin trugen sechs Aufführungen des Volksschauspiels "Ut de Preußentid" zur Finanzierung des Vorhabens bei.
Als Standort für den Gedenkstein war ein Platz bei der Moltkeeiche vorgesehen. Nach genaueren Untersuchungen stellt sich heraus, dass der moorige Boden dafür nicht geeignet ist. Der neu ausgewählte Platz befand sich in der Wallanlage gegenüber dem Schützenhaus. Dass der Transport größerer Steine zur damaligen Zeit immer mit einigen Problemen behaftet war, beschreibt die Neubrandenburger Zeitung am 18. August 1909 wie folgt: "Beim Transport des Moltke-Steins von der Fundstelle, dem Datzeberg, nach der Stadt ereignete sich ein Missgeschick, indem infolge Radverlustes und Achsenverbiegung am Transportwagen der Stein auf der Chaussee vor der Gasanstalt liegen bleiben musste. Bis ein neuer starker Transportwagen für den über 200 Zentner schweren Stein beschafft ist, kann unter Umständen einige Zeit vergehen."

Die Vorfeier fand am Abend des 25. Oktober 1909 im Saal des Konzerthauses statt. Herr Dr. Karl Wendt hielt die Festrede. Am Vormittag des nächsten Tages erfolgte die Einweihungsfeier auf dem Denkmalsplatz vor dem Neuen Tor. Daran nahmen auch die Vereine und Schulen der Stadt teil. Nach der Kranzniederlegung formierten sich die Teilnehmer zu einem Festzug durch die Stadt.

Das Denkmal gilt als verschollen. Wer Hinweise zu seinem Verbleib geben kann, melde sich bei der unteren Denkmalschutzbehörde Tel. 03 95/5 55 28 96 oder 03 95/5 55 20 96.

Quelle: Nordkurier-Online 1999, 05.11.1999
Ortsinformationen

Neubrandenburg

Ort: Neubrandenburg
PLZ: 17033
Bundesland:Mecklenburg-Vorpommern
Kreis: Kreisfreie Stadt Neubrandenburg


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