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Presseschau

24.08.2016 - Herne (Nordrhein-Westfalen):
Der "Pferdeflüsterer" kennt im Nationalpark jeden Grenzstein
Eingetragen von Redaktion

REICHRAMING. OÖN-Serie "Urlaubskapitäne": Unterwegs mit "Pferdeflüsterer" Michael Schwarzlmüller in der Wildnis des Reichraminger Hintergebirges.

Quelle:
Michael Schwarzlmüller führt seine Gäste auch in entlegene Winkel des Nationalparks.
208 Quadratkilometer umfasst der Nationalpark Kalkalpen, etwa die Hälfte davon entfällt auf das Reichraminger Hintergebirge. Michael Schwarzlmüller kennt im größten geschlossenen Waldgebiet Österreichs jeden Meter. Das hat einen einfachen Grund: Der gelernte Tischler und Holzfacharbeiter strich für die Österreichischen Bundesforste in fast sechs Jahren mehr als 7000 Grenzsteine an. "Schwarz-weiß bei den Privatgrenzen, rot-weiß bei den Abteilungsgrenzen. Ich bin durch diese Arbeit an Stellen gekommen, wohin sonst nie jemand kommt", sagt der Ennstaler.

Seit Gründung des Nationalparks 1997 bietet Schwarzlmüller Kutschenfahrten in das Reichraminger Hintergebirge an. Pferde waren von klein auf seine große Leidenschaft. "Ich bin mit Karl May aufgewachsen und habe in meiner Kindheit viele Western gesehen", sagt der 54-Jährige. Von seinem ersten Gesellengehalt kaufte sich der Pferdenarr sein erstes Haflinger-Fohlen. Heute besitzt er acht Haflinger. "Sie sind bodenständig. Es ist einfach die beste Rasse", sagt er.

"Wildnis wie in Kanada"

Seit acht Jahren bietet er neben den Kutschenfahrten auch Wanderungen mit seinen Pferden im Hintergebirge an. Ausgangspunkt dafür ist die Bergerwieshütte im Weißenbachtal, die Schwarzlmüller mit seiner Frau Gitti gepachtet hat. Schon die wenige Kilometer lange Fahrt vom Reichraminger Ortszentrum dorthin führt auf historischen Spuren. Kurz vor dem Ersten Weltkrieg wurde im "Tal des Holzes" eine Rollbahn gebaut, mit der Arbeiter das Holz aus dem Tal brachten. Die Waldbahn wurde mehrfach erweitert und 1970 abgerissen.

Die Wanderung durch das Weißenbachtal ist Schwarzlmüllers Lieblingsstrecke. "Die Wildnis hier gleicht jener in Kanada. Da laufen einem Gämsen, Hirsche und Rehe über den Weg", erzählt der Naturliebhaber. Das Hintergebirge bringt ihn zum Schwärmen: "Ich muss nicht auf Urlaub fahren. Hier blühe ich auf. Das ist mein Leben."

Bis zu fünf Tage dauern die Touren, die Schwarzlmüller anbietet. "Wir wandern manchmal bis zum Steyrsteg." Auch die Große Klause-Hütte, die Anlaufalm und die Ebenforstalm sind beliebte Anlaufstationen. Die Haflinger wandern dabei über Stock und Stein und durchqueren Wasserläufe. "Mehr als 300 Kilometer Bachläufe gibt es hier", weiß der Vater zweier Töchter, der von Beginn an ein Befürworter des Nationalparks war. "Die Idee wurde bereits in den 1980er-Jahren geboren, als das geplante Speicherkraftwerk im Hintergebirge verhindert wurde", erinnert sich der Reichraminger Vizebürgermeister (SP). Seit damals sei es sein Wunsch gewesen, einmal geführte Touren mit Pferden anzubieten.

Der Hund ist der Star

Aus dem Wunsch wurde Realität. "General", "Bond", "Max" und "Moritz" heißen Schwarzlmüllers Haflinger, mit denen er durch das Gelände reitet – fast immer im Schritt, selten im Galopp. Wobei der heimliche Star bei den Touren weder Pferd noch Reiter sind, sondern der vierjährige Mischlingsrüde Robin. Er begleitet jede Wanderung, zeigt Hirsche und Rehe an, bringt den Pferden nach der Wanderung Kraftfutter und führt sie beim Abtransport in den Pferdeanhänger. Auch auf das leibliche Wohl der Wanderer wird bei den Schwarzlmüllers Wert gelegt. Nach der Rückkehr zur Bergerwieshütte versorgt Gitti Schwarzlmüller die Gäste mit Schweinskoteletts, Ziegen- und Schafkäse sowie Salat mit Ringelblumenblüten.

Quelle: http://www.nachrichten.at/, 19.08.2016


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Ortsinformationen

Herne

Ort: Herne
PLZ: 44623
Bundesland:Nordrhein-Westfalen
Kreis: Kreisfreie Stadt Herne


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