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13.12.2017
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Lexikon

Gedenksteine auf Tierfriedhöfen
erfasst von Redaktion 

Nicht nur die Ägypter salbten Ihre Haustiere, auch bei uns wird dieser nicht unumstrittene Liebesbeweis seit langem praktiziert.

Neben der Trauer waren es aber auch ganz profane Beweggründe, die zur Gründung von Tierfriedhöfen führten.

.. von Paris
1899 wurde auf diesem etwas seltsamen Friedhof (Cimetière pour chiens et d'autres animaux domestiques) der erste Grabstein aufgestellt. Es ging dabei nicht nur darum, daß die Pariser ihre Lieblinge hier weiter um sich herum haben konnten und auch nach dem Tod des geliebten Tieres noch an ihn erinnert werden konnten - die Eröffnung eines Tierfriedhofs hatte auch praktische Gründe: die Hygiene.

Zwar konnten die Tierkadaver in die Abdeckerei gebracht oder im eigenen Garten vergraben werden, viele Tierhalter bestachen jedoch auch die Müllmänner, um sich der Tierleichen zu entledigen.

Diesen wiederum war es streng untersagt, tote Tiere mitzunehmen, was dazu führte, daß viele tote Hunde oder Katzen im nächsten Graben oder in der Seine verschwanden, was zu Gestank führte und bei der Beseitigung zu hohen Kosten. Es mußte also ein Ausweg gefunden werden, und so wurde der Tierfriedhof eingerichtet.

Rührende Inschriften zieren die Gräber, z. B. steht auf dem Grab einer Henne, die lange Jahre die Gefährtin einer Dame war: Geliebtes Huhn, 16 Jahre lebtest Du mit mir, unzertrennlich wir zwei. Ich vergesse Dich nie.

Weitere vielbesuchte Vierbeiner sind das Pferd Gribouille, das für den Abdecker 20 Jahre lang tote Tiere von Paris nach Asnières brachte, und der bekannte Bernhardiner Barry, der einst 41 Menschen rettete, bevor er selbst im Schnee starb.

92600 Asnières (Hauts-de-Seine), 4, Pont de Clichy
Öffnungszeiten: Mo-Sa 9.00-11.45 und 14.00-17.45, So 14.00-17.45
Métro: Asnières

.. Schloß Seeleiten (Bayern)
Mitten im Wald, etwa 200 m. vom Schloß nahe Murnau entfernt, befindet sich ein kleiner, privater Tierfriedhof. Die ersten Steine stammen schon aus der Zeit um 1890ig. Der Friedhof wird bis heute genutzt.

Interessanterweise sind dabei Katz und Hund getrennt.
Der "Katzenplatz" findet sich in unmittelbarer Nähe zum Schloß.

Mehr als ein Dutzend kleiner Grabsteine errinnern an die geliebten Vierbeiner. Über allem thront eine Katze bzw. ein Hund, gegossen aus Beton.

Hier finden sich dutzende Tiergräber und schöne Grabsteine, gruppiert um eine Hundeskulptur.
Quelle: Jürgen Janku
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