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22.11.2017
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Lexikon

Salbe-, Teerofen u. Pechölsteine
erfasst von Redaktion 

Pechölsteine sind mit dem Boden fest verbundene Steine, mit einer ziemlich glatten und meist nach Süden geneigten Oberfläche. In diese sind blattrispenartige Rinnen eingemeißelt .., die abwärts in ein AbflußIoch münden. Unterhalb des Abflußloches ist der Stein etwas unterhauen, damit ein Auffanggefäß darunter gestellt werden kann.

Die Pechölsteine findet man fast ausschließlich auf Südhängen wegen der günstigeren Sonnenbestrahlung und der dadurch besseren Erwärmung.

Zur Gewinnung des Pechöls werden sehr harzreiche Föhren Kienscheite .., die längst zuvor gesammelt und sehr gut getrocknet wurden, auf dem Pechölstein zu einem Meiler aufgestellt, mit Tannen- und Fichtenzweigen dicht bedeckt und der ganze Haufen mit Rasenstücken luftdicht verschlossen, Durch eine Öffnung in den Rasenstücken wird das Holz entzündet und sobald im Meiler die notwendige Temperatur entstanden ist, wird auch diese gut verschlossen. Das Kienholz darf nicht brennen, es darf nur glosen (glohen, gimmen).
Nach zwei bis drei Stunden beginnt das dunkelbraune, fast schwarze nach Harz duftende Pechöl tropfenweise zu fließen. Der ganze Vorgang dauert je nach Größe des Meilers zwanzig bis dreißig Stunden. ..
Quelle: Kammerer, M.: "Pechölsteine und Pechölgewinnung .. ", in "Steinkreuzforschung", Regensburg, 1992, 107ff
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